Ziele

In der Stadt Augsburg sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 7.000 Großbäume pflanzt werden, die auf die Straßen und Plätze aller Stadtgebiete verteilt werden.

1. Gemeinsame Umsetzung ohne funktionale Nachteile

7000 Bäume bedeuten etwa 400 Standorte für jeden der 17 Planungsräume des Augsburger Stadtgebiets. Diese sollen mit den Bürgern in den Quartieren ausgewählt werden. Funktionale Nachteile für Einzelne sind dabei bereits in der Planung zu vermeiden. Nur mit der dokumentierten Forderung nach einer Gesamtanstrengung zur klimaresilienten Begrünung der Stadt wird eine öffentliche Finanzierung möglich. Der Entwicklungszeitraum von vier Jahren bis 2030 ist die Antwort auf den voranschreitenden Klimawandel.

2. Mit Beteiligung zur Realisierung

Wir alle spüren die anwachsenden Stressfaktoren des Klimawandels und haben das Bedürfnis zu handeln. Angesichts der schleppenden Anstrengungen der Stadt wurden in einigen Stadtteilen bereits Projekte entwickelt, die durch dieses Begehren unterstützt werden. Durch Bürgerversammlungen soll die Pflanzung von Bäumen im Quartier beschlossen und begleitet werden.

3. Bewusstsein im Stadtrat schaffen

Nur ein Bruchteil der Bäume aus der jüngsten Fördermaßnahme wird in der besiedelten Fläche oder in der Innenstadt gepflanzt. Urbane Klimaresilienz ist jedoch vorrangig in Wohngebieten zu unterstützen. Ein Gesamtkonzept der Verwaltung zur klimatisch wirksamen Begrünung der Stadt lässt sich aus den aktuellen Stadtratsbeschlüssen noch nicht erkennen. „Bäume reduzieren die Sommerhitze um rund 10° Lufttemperatur“, so ÖDP Stadtrat Christian Pettinger, Mitinitiator unseres Begehrens.

Animation: Kommen Sie mit uns in die Maximilianstraße mit Bäumen statt toter TRAM- Gleise
Animation: Der grüne Rathausplatz in der Vormittags- Sonne
Animation: Der grüne Rathausplatz in der Nachmittags- Sonne
Animation: Der Christkindlesmarkt mit Bäumen
Animation: Fliegen Sie mit uns über den begrünten Ulrichplatz

4. Großbäume statt Kübelpflanzen

Durch ihre Verdunstungsleistung kühlen erdverwurzelte Bäume die Umgebung um 10° Lufttemperatur ab. Es gibt keine technische Lösung mit vergleichbarer Effizienz. Kübelpflanzen haben dem entgegen einen vergleichsweise hohen Wasserbedarf bei erheblich eingeschränktem Wachstum. Als Begrünungsmaßnahme sind Kübelbäume daher auf allen öffentlichen Plätzen zu vermeiden.

Maßnahmen, die von diesem Projekt direkt profitieren:

Steinerne Innenstadt

Es können auf dem Rathausplatz, in der Maximilianstraße und auf weiteren Plätzen der historischen Innenstadt Bäume als Schattenspender und Klima- Verbesserer an gepflanzt werden.

Entsiegelung

Es können unnötig versiegelte Flächen im Stadtgebiet, die sich nicht für die Pflanzung von Großbäumen eignen, dennoch für geeignete Bepflanzung umgebaut werden.

Nachpflanzungen

Es können Standorte, an denen längst gefällte Bäume noch nicht ersetzt wurden, ertüchtigt und wieder bepflanzt werden um das Erscheinungsbild zu verbessern.

Standortsicherung

Es können zu fällende Bäume noch in derselben, oder zu Beginn der nächsten Saison wieder neu angepflanzt werden, und die jeweiligen Standorte langfristig erhalten bleiben.